Rette kein Huhn aus Massentierhaltung, oder?

Ich wünscht ich wäre kein Huhn…

Dieser Blogbeitrag ist lang, ich weiß, aber er ist mehr sehr wichtig. Das Thema brennt mir auf der Seele, denn ich würde am liebsten jedes Tier auf dieser Erde retten, aber ist das überhaupt das Richtige? Was ist überhaupt richtig und was macht Sinn?

Ich möchte in keinen Fall das Retten von Hühner schlecht machen oder Menschen die Hühner retten als schlecht darstellen oder ähnliches, weil es einfach nicht so ist. Ich möchte nur, dass ihr nachdenkt bevor ihr so eine wichtige Entscheidung trefft und alle Pro und Contras kennt. Kein Huhn soll vom Regen in die Traufe kommen, das macht zum Wohl des Tieres keinen Sinn.

Schaut also gerne hier vorbei, lest euch schlau und besucht auch bei Interesse an Huhnrettungen den Verein Rettet das Huhn e.V. die sich wirklich große Mühe geben. Bleibt friedlich, vor allem bei so einem emotionalen Thema. Euer Cityhuhn Team

Aus der Sicht des Huhns

Ich öffne meine Augen und sehe, dass ich in einem engen, dunklen Käfig eingesperrt bin. Ich kann kaum meine Flügel ausbreiten und meine Beine haben kaum Platz zum Stehen. Ich fühle mich unwohl und gestresst, aber ich habe keine Wahl, ich bin hier gefangen.

Ich höre das Rattern und Summen von Maschinen und Geräusche von anderen Hühnern in der Nähe. Es ist ein stickiger, unangenehmer Geruch in der Luft und ich sehe, dass der Boden meines Käfigs mit Kot und Abfall bedeckt ist. Ich weiß nicht, wie lange ich hier schon bin oder wie lange ich noch hier sein werde.

Ich weiß, dass ich jeden Tag dasselbe tun muss: Stehen, sitzen, Eier legen und warten. Ich bekomme kein frisches Wasser oder Futter und ich bin oft hungrig und durstig. Ich bin krank und verletzt, aber ich kann nicht aufhören zu legen oder mich ausruhen. Ich bin einfach ein Werkzeug, ein Produktionsmittel in dieser grausamen und unmenschlichen Welt.

Ich weiß nicht, was es außerhalb meines Käfigs gibt, aber ich habe von anderen Hühnern gehört, die ein glücklicheres Leben haben. Ich wünschte, ich könnte auch so leben und die Freiheit genießen, die mir als Lebewesen zusteht. Aber hier in meiner Käfighaltung werde ich weiterleben und leiden, bis meine Tage gezählt sind.

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Warum Hühner retten nichts ändert

Du hast sofort das Bedürfnis dieses Huhn zu retten, es zu pflegen und ihm eine glückliches Zuhause zu bieten? Dass kann ich so gut verstehen, auch ich würde am liebsten jedes Tier auf der Welt vom Leid durch Menschen erlösen. Aber leider ist das Retten von Legehybriden aus der Massentierhaltung zwar sicher eine noble Absicht, aber es ist wichtig, zu verstehen, dass dies nicht die Lösung des Problems ist. Indem man Hühner aus der Massentierhaltung kauft und sie dann in seinem Garten hält, unterstützt man letztendlich das System der Massentierhaltung. Die Massentierhaltung wird nicht verschwinden, solange es eine Nachfrage nach den Produkten gibt, die sie erzeugt.

Es gibt auch eine andere Seite des Problems, die oft übersehen wird: Legehybriden sind das Ergebnis einer jahrzehntelangen Selektion auf höchste Eierproduktion. Sie sind genetisch so verändert, dass sie in der Regel nicht lange leben und häufig unter gesundheitlichen Problemen leiden. Indem man Legehybriden rettet und sie in seinem Garten hält, unterstützt man auch die Zuchtpraktiken, die zu dieser Qualzucht geführt haben.

Mehr über Legehybriden kannst du HIER im Rasseportrait über Legehybriden lesen

Der Verein „Rettet ein Huhn“ ist ein Beispiel dafür, wie gut gemeinte Absichten zu unerwünschten Folgen führen können. Indem sie Legehybriden aus der Massentierhaltung retten und sie an Privatpersonen weitergeben, tragen sie indirekt dazu bei, dass die Massentierhaltung weiterläuft. Sie fördern auch die Vorstellung, dass es in Ordnung ist, Tiere zu züchten, um sie dann in den eigenen Garten zu sperren, anstatt das eigentliche Problem anzugehen und den Bedarf an Massentierhaltungsprodukten zu reduzieren.

Es ist wichtig, eine umfassendere Perspektive einzunehmen und zu verstehen, dass die Massentierhaltung ein komplexes Problem ist, das nicht einfach dadurch gelöst werden kann, indem man ein paar Hühner in seinem Garten hält. Wenn wir wirklich etwas ändern wollen, müssen wir uns mit den Ursachen des Problems auseinandersetzen und alternative Lösungen entwickeln, die auf Nachhaltigkeit und Tierwohl ausgerichtet sind.

Rettet das Huhn aus Massentierhaltung?

Die Wahrheit über das Leben nach der Käfighaltung

Ausgemusterte Hühner aus der Massentierhaltung haben oft mit verschiedenen Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Sie sind häufig von Infektionen und Parasiten befallen und leiden unter geschwächtem Immunsystem. Die Hennen leiden oft an Erkrankungen wie Kropfentzündungen, Atemwegsinfektionen und Verdauungsproblemen. In einigen Fällen haben sie auch Verletzungen wie Wunden und gebrochene Knochen. Viele der geretteten Hühner sterben in den ersten Wochen nach ihrer Rettung aufgrund ihrer schlechten Gesundheit und des Mangels an medizinischer Versorgung in der Massentierhaltung. Viele Tiere sind so schwer krank, dass sie schon kurz nach ihrer Rettung sterben.

Um die Tiere gesundheitlich zu stabilisieren, benötigen sie oft eine längere Zeit und intensive Pflege. Der Heilungsprozess variiert von Tier zu Tier und hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Haltungsbedingungen ab. In der Regel dauert es jedoch mehrere Wochen bis Monate, bis die Tiere wieder vollständig genesen sind.

Daher ist es wichtig, dass sich diejenigen, die gerettete Hühner aufnehmen möchten, darüber im Klaren sind, dass die Tiere möglicherweise besondere Pflege und medizinische Versorgung benötigen. Es ist auch wichtig, sich auf mögliche finanzielle Belastungen einzustellen, da Tierarztkosten und Medikamente im Falle von Krankheiten schnell hoch werden können.

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Das gerettet Huhn

Endlich wurde ich aus meinem Käfig befreit! Ich konnte es kaum glauben, als die freundlichen Menschen von Rettet das Huhn mich und meine Artgenossen aus der Massentierhaltung gerettet haben. Ich war so glücklich, endlich wieder auf den Beinen zu stehen und die Sonne auf meinem Federkleid zu spüren.

Es war ein aufregender Tag für mich und meine Freunde. Wir wurden in einen Transporter gebracht und fuhren zu unserem neuen Zuhause. Ich konnte es kaum erwarten, das Leben in Freiheit kennenzulernen.

In unserem neuen Zuhause gab es viel Platz zum Herumlaufen und Entdecken. Wir hatten Zugang zu sauberem Wasser und leckerem Futter. Es gab sogar Stellen, an denen wir Sand- und Staubbäder nehmen konnten, um unser Gefieder zu pflegen.

Ich bin so dankbar, dass wir gerettet wurden. Ich hätte nie gedacht, dass es so schön sein kann, ein Huhn zu sein. Jetzt kann ich den Tag damit verbringen, die Welt um mich herum zu erkunden und mit meinen Freunden zu spielen. Ich kann endlich leben, wie es für Hühner gedacht ist.

Es ist ein bisschen seltsam, dass mir ein kleiner Chip unter die Haut gesetzt wurde, aber ich habe gehört, dass das nötig ist, damit ich keine Eier mehr lege und dadurch krank werde. Aber das ist in Ordnung für mich, denn ich bin so glücklich, endlich frei zu sein.

Ich bin so dankbar für diese zweite Chance im Leben. Ich weiß, dass nicht alle Hühner so viel Glück haben wie wir geretteten Hühner. Aber ich hoffe, dass sich noch mehr Menschen dafür einsetzen werden, dass Tiere wie wir artgerecht und frei leben können.

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Der Chip

Das die gerettet Hühner oft sehr krank sind um drohen, am Eierlegen zu erkranken und zu sterben, werden ihnen oft Hormon Chips eingesetzt. Diese verändern den Hormonspiegel so, dass die Hühner keine Eier mehr legen können und somit dieses Risiko gestrichen wird.

Wer natürlich die Hennen rettet und hält um Eier zu haben, hat jetzt einfach Pech gehabt. Wer also ein Huhn rettet, sollte dies nicht wegen den Eiern tun, sondern zu liebe zum einzeln Tier und die Hennen als Haustier und nicht las Tier mit nutzen sehen.

Die Hormonchips müssen übrigens natürlich auch bezahlt werden. Wer Hühner rettet sollte deshalb auf jeden Fall mit hohen Tierarzt Kosten rechnen und diese auch tragen können, zum Wohl des Tieres!

Was verändert ein gerettet Huhn?

Als gerettetes Huhn aus der Massentierhaltung weiß ich nur allzu gut, wie schlimm es ist, in einem Käfig eingesperrt zu sein und den ganzen Tag über keine Bewegungsfreiheit zu haben. Ich fühle mich wie in einem völlig anderen Leben, seit ich gerettet wurde und nun endlich auf einer grünen Wiese herumlaufen und scharren darf.

Aber ich weiß auch, dass es vielen meiner Artgenossen in der Massentierhaltung immer noch schlecht geht. Auch wenn ich das Glück hatte, gerettet zu werden, bedeutet das nicht, dass ich jetzt das Leben aller anderen Hühner gerettet habe.

Es gibt noch so viele Hühner, die in engen Käfigen gehalten werden und leiden. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft uns bewusst werden, wie wir mit Tieren umgehen und uns für bessere Bedingungen einsetzen. Wir können uns dafür einsetzen, dass die Massentierhaltung abgeschafft wird und dass Hühner artgerecht gehalten werden.

Das retten von Hühnern ist ein wichtiger Schritt, aber es ist nur ein Teil der Lösung. Wir müssen uns auch dafür einsetzen, dass sich das System ändert, damit kein Huhn jemals wieder in solch schrecklichen Bedingungen gehalten wird.

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Was ist nun richtig und was falsch?

Huhnrettungen aus der Massentierhaltung bleiben ein heiß diskutiertes Thema in der Tierrechtsbewegung. Auf der einen Seite stehen die Argumente für eine Rettung und damit verbunden eine Verbesserung der Lebensbedingungen der geretteten Hühner. Auf der anderen Seite gibt es aber auch ethische Bedenken bezüglich des Umgangs mit den geretteten Hühnern sowie möglicher Auswirkungen auf die Massentierhaltung.

Vorteile der Huhnrettung:

  • Verbesserung der Lebensbedingungen einzelner Individuen: Gerettete Hühner leben in der Regel in artgerechteren Umgebungen, haben mehr Platz und können sich frei bewegen.
  • Verhinderung von Leid: Hühner in der Massentierhaltung leben unter Bedingungen, die ihnen ein artgemäßes Leben unmöglich machen. Eine Rettung verhindert weiteres Leid.
  • Sensibilisierung der Gesellschaft: Durch die öffentliche Wahrnehmung von Huhnrettungen kann die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf die Missstände in der Massentierhaltung gelenkt werden.
  • Mögliche wirtschaftliche Folgen: Huhnrettungen können langfristig möglicherweise wirtschaftlichen Druck auf die Massentierhaltung ausüben, da Konsumenten sich bewusster für artgerechtere Lebensmittel entscheiden könnten.

Nachteile der Huhnrettung:

  • Herausforderungen bei der Betreuung: Gerettete Hühner benötigen oft spezielle Pflege und tiermedizinische Behandlung aufgrund von Krankheiten, die sie sich in der Massentierhaltung zugezogen haben.
  • Erhöhte Kosten: Gerettete Hühner benötigen mehr Ressourcen und erhöhen dadurch die Kosten für Pflege und Unterbringung.
  • Ethische Dilemmata: Gerettete Hühner können nicht einfach in die freie Wildbahn entlassen werden, da sie aufgrund der Massentierhaltung gesundheitliche Schäden davongetragen haben. Es besteht ein Dilemma, ob es ethisch vertretbar ist, sie weiterhin zu züchten oder ob sie nach ihrem Lebensende auf natürliche Weise aussterben sollten.
  • Auswirkungen auf die Massentierhaltung: Durch Huhnrettungen kann die Nachfrage nach Eiern und Hühnern aus Massentierhaltung abnehmen, was möglicherweise dazu führen könnte, dass noch mehr Hühner in der Massentierhaltung gehalten werden müssen, um die Nachfrage zu decken.

Die Huhnrettung aus der Massentierhaltung ist ein ethisch komplexes Thema, das sowohl positive als auch negative Aspekte hat. Eine Rettung kann das Leid von Hühnern verhindern und die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf Missstände in der Massentierhaltung lenken. Gleichzeitig gibt es Herausforderungen bei der Betreuung geretteter Hühner und es stellt sich die Frage nach ihrem weiteren Schicksal. Letztendlich sollte eine Entscheidung auf Basis einer fundierten und ausgewogenen ethischen Abwägung getroffen werden. Es ist wichtig, dass sich die Gesellschaft bewusst wird, welches System hinter der Massentierhaltung steht und welche Auswirkungen es auf Tiere, Menschen und Umwelt hat.

Langfristig sollte das Ziel sein, die Massentierhaltung zu beenden und auf artgerechte Haltung umzusteigen. Solange das nicht der Fall ist, kann die Rettung von Hühnern ein Beitrag zu mehr Tierschutz sein. Es ist jedoch wichtig, dass die Rettung nicht als alleinige Lösung angesehen wird, sondern als Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft.

Rassehund
Rassehund alte Rasse – gesund und glücklich

Unsere Lösung – meine Weg

Unsere Entscheidung stand schnell fest: Wir wollen eigene Hühner glücklich halten und somit nicht mehr Eier aus der Massentierhaltung konsumieren. Dazu haben wir uns Rassehühner einer alten Rasse von einem seriösen Züchter geholt, der die Tiere mit Liebe aufgezogen hat. Bei uns leben die Tiere artgerecht und glücklich als Familienmitglied. Für uns ist dies der richtige Weg, was eurer ist, kann ich nicht sagen, aber bitte wägt genau ab, was ihr macht, um nicht noch mehr Huhn-Leid zu verursachen! Danke!

Die Bitte unsere Hühner

Als Huhn in Käfighaltung würde ich die Menschheit bitten, unsere Lebensbedingungen zu verbessern und uns nicht mehr wie Objekte zu behandeln.

Wir sind fühlende Lebewesen, die Schmerz empfinden und leiden, genau wie Menschen. Wir bitten um mehr Platz, Bewegungsfreiheit und artgerechte Haltung. Wir möchten nicht länger in beengten Käfigen leben, ohne Zugang zu frischer Luft, Sonnenlicht oder ausreichendem Futter und Wasser.

Wir möchten nicht künstlich gezüchtet werden, um unnatürlich hohe Legeleistungen zu erbringen, die unsere Gesundheit und unser Leben gefährden. Wir bitten darum, dass die Menschheit erkennt, dass auch Tiere das Recht auf ein gutes Leben haben und dass wir nicht länger für die Profitmaximierung von Unternehmen geopfert werden sollten. Wir möchten als Individuen respektiert und geschützt werden, denn auch wir haben ein Recht auf ein Leben ohne Leid und Qual.

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Was ist rettet das Huhn?

„Rettet das Huhn e.V.“ ist ein Tierschutzverein, der sich dafür einsetzt, Legehennen aus der Massentierhaltung zu retten und ihnen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Der Verein arbeitet mit Legehennenbetrieben zusammen, die die Hühner nach etwa einem Jahr ausmustern und schlachten lassen würden. Anstatt dies zu tun, übergibt der Betrieb die Tiere an „Rettet das Huhn e.V.“, die sich dann um die Vermittlung und Adoption der geretteten Hennen kümmern.

Die geretteten Hühner werden von Freiwilligen des Vereins in Pflegestellen aufgenommen, wo sie medizinisch versorgt und aufgepäppelt werden. Spätestens die Tiere wieder gesund sind, oder auch sofort aus der Legebatterie, werden sie an interessierte Privatpersonen oder Tierhöfe vermittelt, wo sie ein artgerechtes Leben führen können. Die Hühner haben oft schon ein Jahr lang unter schlechten Bedingungen in der Massentierhaltung gelebt, daher ist es wichtig, dass sie in ihrer neuen Umgebung genügend Platz, frische Luft, Tageslicht und artgerechtes Futter erhalten.

„Rettet das Huhn e.V.“ ist ein wichtiger Akteur im Bereich Tierschutz, da er sowohl das Bewusstsein für die Zustände in der Massentierhaltung schärft als auch ein Beispiel für eine sinnvolle und nachhaltige Lösung bietet. Durch die Vermittlung geretteter Hennen trägt der Verein dazu bei, dass das Leid der Tiere in der Massentierhaltung verringert wird. Außerdem gibt er Privatpersonen und Tierhöfen die Möglichkeit, sich für den Tierschutz zu engagieren und ein artgerechtes Leben für Tiere zu ermöglichen.

Hier gehts zu Rettet das Huhn e.V.

1 Kommentar zu „Rette kein Huhn aus Massentierhaltung, oder?“

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