NEWCASTLE KRANKHEIT
Die Newcastle-Krankheit ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die Hühner und andere Geflügelarten betrifft. Wenn du Hühner hältst, solltest du dich mit den Symptomen und der Prävention der Newcastle-Krankheit vertraut machen, um deine Tiere zu schützen.
Woher?
Die Geschichte von Newcastle reicht bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück. Die Krankheit wurde erstmals im Jahr 1926 in Newcastle-upon-Tyne in England entdeckt, als eine Gruppe von Hühnern auf einem Bauernhof plötzlich an einer unerklärlichen Krankheit starb. Die Erkrankung wurde später als Newcastle-Krankheit bezeichnet, da sie erstmals in Newcastle-upon-Tyne entdeckt wurde.
In den folgenden Jahren wurde die Krankheit in vielen Teilen der Welt verbreitet, insbesondere in den USA und anderen Ländern. Die Krankheit hat in der Vergangenheit zu großen wirtschaftlichen Verlusten in der Geflügelindustrie geführt und stellt auch heute noch eine Bedrohung für die Geflügelwirtschaft dar.
Die Krankheit wird durch ein sehr ansteckenden Virus verursacht und von Huhn zu Huhn übertragen. Sie kann jedoch auch von wilden Vögeln auf Nutzgeflügel übertragen werden und stellt daher eine Herausforderung für Hühnerhalter dar.
Heute gibt es weltweit Bemühungen, die Ausbreitung der Newcastle-Krankheit zu kontrollieren und zu verhindern. Dazu gehören Maßnahmen wie Impfungen und Impfpflicht in Deutschland, strenge Hygienemaßnahmen und Überwachungssysteme, um Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.

Symptome
Wenn ein Huhn an Newcastle-Krankheit erkrankt, kann es zu verschiedenen Symptomen kommen, die von leichten Krankheitszeichen bis hin zu schweren Krankheitsverläufen reichen können. Typische Anzeichen können sein:
- Atembeschwerden und Husten
- Lethargie und Müdigkeit
- Reduzierte Futteraufnahme
- Durchfall
- nervöse Störungen wie Zuckungen oder Lähmungen
- Verlust von Federn
- verminderte Eierproduktion
- Augenausfluss und verklebte Augen
- Neurologische Symptome wie Krämpfe oder Zittern
Wenn ein Huhn diese Symptome zeigt, sollte es sofort isoliert werden, um eine Ausbreitung der Krankheit innerhalb der Herde zu verhindern. Es ist auch wichtig, einen Tierarzt zu konsultieren, der eine genaue Diagnose stellen und eine angemessene Behandlung empfehlen kann.
Ansteckung und Vorbeuge
Die Übertragung der Newcastle-Krankheit kann auf verschiedene Arten erfolgen, wie beispielsweise durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen, durch kontaminierte Geräte oder Ausrüstung sowie durch Luft- oder Staubpartikel. Es ist wichtig, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden.
Zur Vorbeugung der Newcastle-Krankheit solltest du folgende Maßnahmen ergreifen:
- Quarantäne: Neue Hühner sollten für mindestens 3 Wochen in Quarantäne gehalten werden, um sicherzustellen, dass sie nicht mit der Krankheit infiziert sind.
- Hygiene: Sorge für eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion des Hühnerstalls und der Ausrüstung, um eine Übertragung der Krankheit zu vermeiden.
- Impfung: Impfungen sind ein wichtiger Schutz gegen die Newcastle-Krankheit. Lass deine Hühner von einem Tierarzt impfen, um sicherzustellen, dass sie geschützt sind.
- Isolierung: Hühner, die an der Krankheit erkrankt sind, sollten sofort isoliert werden, um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden.

Impfung
Es gibt verschiedene Impfstoffe, die gegen die Newcastle-Krankheit erhältlich sind. Die meisten Impfstoffe werden in Form von Injektionen verabreicht, entweder subkutan (unter die Haut) oder intramuskulär (in den Muskel). Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Impfstoff in das Trinkwasser zu mischen und den Hühnern zu verabreichen.
Für Hobbyhalter empfehle ich die Impfung vom Tierarzt einmal im Jahr spritzen zu lassen, da es vor allem in der Stadt schwer ist, als Trinkimpfstoff zu kommen. An diesen gelangt man am einfachsten über Geflügelzuchtvereine (gibt es leider nicht überall) oder über spezialisierte Tierärzte, die in der Stadt eher selten sind.
In der Regel werden Hühner gegen die Newcastle-Krankheit bereits in jungen Alter geimpft. Die Erstimpfung erfolgt normalerweise im Alter von 2-3 Wochen und wird in regelmäßigen Abständen aufgefrischt, um einen anhaltenden Schutz zu gewährleisten. Es ist wichtig, die Hühner vor jeder Impfung gründlich zu untersuchen, um sicherzustellen, dass sie gesund sind und die Impfung nicht unnötige Nebenwirkungen verursacht.

Impf- und Meldepflicht
In Deutschland gibt es eine allgemeine Impfpflicht gegen die Newcastle-Krankheit für Geflügel, egal ob in Privathaltung und gewerblicher Haltung. Es obliegt nicht den jeweiligen Geflügelhaltern, ob sie ihre Hühner impfen lassen möchten oder nicht. Es handelt sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Impfung, bei einem Verstoß gegen die Impfpflicht drohen Busgelder.
Ebenso ist ein Ausbruch der Newcastle-Krankeit bei den eigenen Hühner meldepflichtig!
Mehr Informationen zu Newcastle findest du bei deiner zu deinem Bundeslandangehörigen Landwirtschaftskammer oder Geflügelzuchtvereinen (keine Garantie für korrekte Informationen in gesetzten Links):
Mehr zum Thema Impfen und Gesundheit findest du in der City Huhn Kategorie Vorsorge & Gesundheit



