Gefahren in der Stadt – wenn der Fuchs mit der Ubahn kommt
Füchse in der Stadt? Das glaub dir doch keiner. Von wegen! Erst vor 2 Tagen habe ich einen gesehen und das nicht im Park, sondern auf unsere Überwachungskamera direkt vor unsere Tür. Er stand quasi auf unserer Fussmatte und schnüffelte an der Eingangstüre, hinter der ingesamt 130kg Hund lag und laut schnarchte. Warum keiner der Hunde anschlug? Ich weiß es nicht, aber ich weiß nun, dass der Fuchs da und bereit ist, sich einen Snack zu holen. Wir wohnen direkt neben einem Park, aber trotzdem hätte ich nicht damit gerechnet, dass der Fuchs so weit herauskommt und auf ein Gelände was eindeutig stark nach Hund richt eindringt.
Daraus gelernt habe wir, dass selbst wenn man in der Stadt wohnt, unsere Hühner nicht automatisch vor Fressfeinden sicher sind, denn wir sehen diese im Alltag sind, auch wenn sie doch ganz nah sind!

Füchse
Wie schon oben beschrieben, es gibt auch in der Stadt Füchse. Vermutlich gibt es sie nicht überall, aber es kommt vor und sollte ernstgenommen werden. Füchse können 2 Meter hoch und 5 Meter weit springen, ein 1,2 Meter hoher Zaun ist also kein wirkliches Hindernis. Füchse kommen in der Dämmerung und der Nacht, also sollte der Stall fuchssicher sein. Fuchse können ziemlich rabiat sein und rupfen auch Stalldächer vor Hunger auseinander. Billige, kleine Hühnerställe aus dem Tierhandel sind eine Leichtigkeit zu öffnen um an den Snack Huhn zu kommen (ich habe Bilder in Foren gesehen!).
Wer also die Gefahr eines Fuchsbesuches sieht, sollte den Stall extra sicher und auch gegen das eingraben schützen.
Marder
Kaum ein Stadtbewohner hat ihn schon mal gesehen, aber alle fürchten ihn. In den Randgebieten und Vororten gibt es sehr oft Marder, die sich als blinde Untermieter in Dachböden, Schuppen und Garagen einnisten und ein gemütliches Leben führen. Wer Pech hat, den zerbeißt der Marder die Schläuche im Auto und spricht von einem „Marderschaden“.
Dieser Schaden ist jedoch nichts gegen das Grauen was ein Marder in einem Hühnerstall verbreiten kann. Er ist brutal und kommt selbst durch die kleinsten Lücken in den Stall, deshalb ist es unglaublich wichtig, jede auch nur ganz kleine Lücke in der Außenwand zu schließen oder mit Volierendraht sicher zu verschließen. Marder kommen nur in der Nachts, so geht vom Tag keine Gefahr für die Hühnerschar aus.
Wer einen Marder bei sich wohnen hat, oder einen Siebschläfer, sollte diesen nicht nur wegen den Hühnern schnell los werden. Mein Schwester hat einen Marder aus ihrer Dachisolierung vertrieben, indem sie Schlagermusik über Tage abgespielt hat und währenddessen im Urlaub war. Das fand der Marder so doof, dass er ausgezogen ist und nie wieder kam.

Katzen
Katzen sind für ausgewachsene und gesunde Hühner keine direkte Gefahr. Für kranke, schwache, sehr alte Hühner kann eine Begegnung mit einer Katze schon etwas unangenehmer werden. Für Küken jedoch besteht akute Lebensgefahr, denn für Hauskatzen sind kleine Küken eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan und schnell und einfach zu fangen. Deshalb müssen Küken besonders vor Katzen und anderen Räubern geschützt werden.

Krähen
Der Greifvogel der Stadt, die Krähe, lauert überall wo es leckere Abfälle gibt, auch bei uns um die Ecke, Krähen können durchaus für kleiner Hühnerrassen, Zwerghühnern und vor allem Küken eine Gefahr darstellen. Neben Attrappen zur Abschreckung, hilft vor allem beim Schutz von Küken, nur ein Netz, welches kleine Hühner definitiv beschützt und dafür Sorg, dass viele Feinde erst gar nicht den Auslauf gelangen.

Greifvögel
Auch in der Stadt gibt es Greifvögel. Vor allem wenn man an der Stadtgrenze wohnt, in der Nähe eines großen Parks oder anderes freien Flächen, besteht die Gefahr durch auch durchaus größere Greifvögel wie Habichte. Wer große Hühnerrassen hält, ist meistens weniger betroffen, wobei schwere Hühner natürlich auch langsamer fliehen können. Vor allem kleinere Zwergrassen auf freien Flächen sind gefährdet. Hier helfen neben vielen Abschreckmethoden wie extra Bänder und Greifvogel Attrappen, sowie viele Unterschlüpfe anbieten, auch Netze zum Überspannen des Auflaufs.

Autos und Straßen
Die sicherlich bekannteste Gefahr in der Stadt, die nicht nur unseren Hühnern gefährlich werden kann, sondern auch uns selber, sind Autos und der Straßenverkehr. Im Gegensatz zu den natürlichen Feinden der Hühner die in der Stadt lauern, ist es beim Straßenverkehr recht einfach, seine Schar davor zu beschützen. Sorgte einfach für ein ausbruchssicheres Gelände, eine gut verschlossene Voliere oder einen höhen und dichten Zaun um eurer Grundstück. Wenn du Hühner komplett frei auf dem Grundstück laufen, ist es zudem sicherer, eine Art Schleuse vor dem Ausgang zur Straße zu haben, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Henne, die sich unbemerkt mit herausschleicht, minimiert. Schon habt ihr eure Tiere vor der Straße und der lauten Stadt beschützt.

Hunde
Der beste Freund des Menschen, der Hund, ist nicht immer auch der beste Freund unserer geliebten Hühner. Dabei besteht die Gefahr meist nicht durch unsere eigenen Hunde, welche den Umgang mit den gefiederten Freunden gelernt haben, sondern durch fremde Hunde, welche aufs Gelände gelangen und wildern. Hiebei ist es egal ob der Hund dabei von seinem Besitzer geschickt, oder auf eigene Faust kommt: Durch ein sicher eingefriedetes Gelände kommt auch kein fremder Hund und schlägt das Geflügel. Noch ein Punkt durch einen stabilen Zaun!

Menschen und Nachbarn
Menschen sind bekanntlich die grausamsten Tiere die es auf dieser Erde gibt, deshalb muss ich leider auch hier darauf verweisen, dass nicht alle Menschen in unser Umgebung so viel Freude an unseren Tieren empfinden wie wir und damit zu einer Gefahr werden. Und weil der Mensch so grausam ist, gibt es leider immer wieder einige Vertreter die aus reinem Hass und Spaß handeln und gezielt Attacken auf unsere Hennen planen und ausführen. Die Hintergründe sind dabei so unterschiedlich wie die Menschen selbst: Angefangen vom Nachbarn der sich durch das Gackern gestört fühlt, über die Jugendlichen die um cool zu sein Einsteigen um ein Huhn klauen, bis zum puren Tierhass gibt es alles.
Hier hilft neben einer möglichst guten Abschottung nach Außen oft eine Videoüberwachung des Geländes und natürlich Gefahr-Prävention. Wenn der Nachbarn von Anfang an weiß, dass Hühner einziehen und ab und zu mal ein paar Eier abbekommt, sind meistens die Wogen schon geglättet. Auch der Verzicht auf einen Hahn sorgt für eine entspanntere Atmosphäre mit den angrenzend lebenden Menschen. Im Endeffekt kann man sich aber nicht komplett gegen die Bösartigkeit mancher Menschen beschützen. Solltet ihr befürchten, dass eure Hühner vielleicht Attacke ausgesetzt sein könnten, schafft euch Sicherheitssystem mit Kameras an. Auch wir überwachen aus verschiedenen Gründen unsere geliebten Hühner.
Mehr zum Thema Hühner und Meldepflichten findet ihr HIER. Alle Kölner finden hier die Informationen der Stadt Köln zur Anmeldung von Hühnern: Stadt-Köln





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